Henschel schuf im Verborgenen.

Erst nach seinem Tod wurde die große Kunst des Heinz Henschels entdeckt, der über 50 Jahre unter Ausschluss der Öffentlichkeit neben seinem Beruf als Schlosser, Erstaunliches schuf.

Er legte es bewusst darauf an, nicht entdeckt zu werden. Heute kennen wir seine Bilder. Sein Leben, sein Antrieb, seine Intention und auch sein Privatleben werden allerdings für immer hinter dem Schleier seiner Werke verborgen bleiben. Darauf hat er selbst stets sorgfältig geachtet.

Er hinterlässt uns in seinen Bildern die deutliche Botschaft: „Keiner weiß, wer ich bin.“

Ein schier unlösbares Rätsel.

Anderthalb Jahre nach dem Tod Heinz Henschels, im Juni 2016, durfte die Welt die Bilderflut des Künstlers – im Rahmen der ersten Heinz Henschel Kabinettausstellung – im Museum von Kevelaer entdecken. Der bis zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte niederrheinische Künstler hatte schlesische Wurzeln und war Autodidakt.

Er verbarg sich, seine Bilder und seine Geschichte erfolgreich für über 50 Jahre.

Mit den Ausstellungen seiner Werke verzauberte Menschen aus der gesamten Bundesrepublik. Das niederrheinische Museum in Kevelaer erlebte einen nie da gewesenen Besucherstrom. Keine Ausstellung eines Einzelkünstlers wurde dort je öfter angesehen.

Große Kunst auf kleinstem Raum.

Mit seinen Erzählwelten verzaubert er den Kunstliebhaber. Die Portraits zeugen von Henschels Beobachtungsgabe und meisterhafter Strichführung.

Der Betrachter wird von Henschel oft dazu genötigt seine Werke mit einer Lupe zu erkunden. So, wie er seine Bilder auch selber geschaffen hat: unter der Lupe. 

Seine Präzision und Detailtreue, gepaart mit einer unendlichen Phantasie und aufregender Farbgebung, ergeben in der Nachbetrachtung die eine große Frage: Wie konnte dieser Künstler zeitlebens übersehen werden?

Die kunsthistorische Aufarbeitung hat begonnen.

Fest steht, dass wir mit Henschel einen Künstler vor uns haben, der es einem nicht leicht macht, gedeutet zu werden. Dies ist spannend, weil wir uns vollkommen unvoreingenommen mit ihm auseinandersetzen dürfen. Viele Puzzleteile werden ihren Partner erst noch finden.

Der in Frühjahr 2019 erschienene Katalog ist ein erster Schritt in diese Richtung.

Möglicherweise fügt Henschel der Kunstgeschichte einen neuen Aspekt hinzu, von dem niemand wusste, dass es ihn überhaupt gibt.

Medien

Ausschnitte der Berichterstattung über Heinz Henschel in den Medien.

Story

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Blog

Schnipseljagd

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