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Henschels traumhafter Start im Niederrheinischen Museum in Kevelaer

Die Premiere von Heinz Henschel als Künstler hätte kaum besser beginnen können.  Der Besucherrekord für eine Ausstellungseröffnung wurde locker geknackt. Peter Hohl, der Vorsitzende des Fördervereins des Museum sagte: „So etwas hat es hier in den 40 Jahren meiner Tätigkeit noch nicht gegeben.“  Über 180 Besucher kamen und wir vom Henschel-Team mussten schon schmunzeln, als man zuerst die Bestuhlung aufstockte und am Ende die Notbestuhlung hervor holte, um immer mehr Sitzmöglichkeiten zu schaffen.

      

 

Der Museumsleiter Dr. Schwering sagte in seiner Begrüßung: (Auszug)


„ … Mit seinem Werk, das unter dem zeitgenössischer Künstler wie ein wertvoller Solitär unter einer Fülle bunter Halbedelsteine entdeckt werden will, bieten wir der breiten Öffentlichkeit hier und heute die Möglichkeit, einen Künstler kennen zu lernen, der als Autodidakt in ganz einzigartiger Weise künstlerisch tätig war.

Die überbordende Fülle der vielfach farbig angelegten Motive und ihre fantasievolle Umsetzung erlebe ich in dieser Ausstellung als Hinweis auf eine psychisch außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit, die in der Tat als Wanderer zwischen den Welten in Erscheinung tritt.

Die souveräne Beherrschung verschiedener Drucktechniken wird darüber hinaus bei Henschel immer wieder erfahrbar. So ist diese Ausstellung auch eine Art Leistungsbestätigung in einer Ausstellungsstruktur, die der Kreativität eines Künstlers angemessen ist, dessen Rang im Rahmen dieser Premiere erkennbar wird.

Wir dürfen sicher sein, dass die Arbeiten Heinz Henschels sachverständige Betrachter auch künftig zu Erstaunen und Bewunderung führen werden. Wir haben hier erst den Beginn markiert. …. „


 

Die Kunsthistorikerin Veronika Hebben, die zur Jahresmitte die Leitung des Museums übernimmt, fand folgende Worte:


„Sein handwerkliches Geschick spielt eine entscheidende Rolle in seinem Werk, denn er schuf nicht nur ausdrucksstarke Bilder, sondern er erstellte auch sein eigenes Werkzeug, um dies umsetzen zu können. Und damit zeigen wir in dieser Ausstellung „Wanderer zwischen den Welten“ Arbeiten, die erstens aus Leidenschaft zur Kunst, aber eben auch aus Liebe zum Handwerk entstanden sind. Präzision, Detailverliebtheit, Farbigkeit, Vielfalt und Vielschichtigkeit sind wirklich nur einige Begriffe, die auf dieses Werk des lange unbekannten Künstlers zutreffen. Man könnte sie noch x-beliebig weiterführen. Und wir haben das Glück, dass wir einen wirklich guten Einblick in das Werk erhalten können, denn es liegt uns fast vollständig vor.

….

Bei meinem ersten Einblick war mir aber eines klar: Wir müssen ihn ausstellen – dies war außer Frage –  auch wenn mir zu Anfang noch nicht ganz klar war, wie man dies umsetzen soll, denn die schiere Anzahl der Objekte, die vielen Themen und Motive, die er in seinen Arbeiten behandelt und die unterschiedlichen künstlerischen Umsetzungen – vor allen die unheimliche Kleinteiligkeit sollten tatsächlich eine kleine Herausforderung werden.“


Danach wurde die Ausstellung eröffnet und der Besucherstrom wälzte sich die Treppe hinauf in den großen Ausstellungsraum im ersten Stock. Die knapp 20 Lupen, die wir im Vorfeld besorgt hatten, hatten sofort Nutznießer gefunden. Es machte viel Spaß zu sehen, wie die Menschen die Motivik sprichwörtlich unter die Lupe nahmen. Das Stimmengewirr im Raum war Zeugnis eines intensiven Austausches.

So und nicht anders hatten wir uns die Ausstellungspremiere erhofft und geplant. Punktlandung!

So darf es weitergehen.

Einen Tag später, am Montag darauf, nutzte das Magazin Westart vom WDR den musealen Ruhetag, um dort Filmaufnahmen von Henschels Werk anzufertigen. Auch die Moderatorin Katja Lüber kam angesichts der Vielfalt der Bilder ins Schwärmen: „So etwas erlebt man nicht alle Tage.“ Wer Interesse hat, einen kleinen Einblick zu bekommen, der sollte am Montag, den 26.02. um 22:40 Uhr auf´s Dritte umschalten.